Schulmedizin

Die Schulmedizin ist nur ein Weg innerhalb des Therapiesystems und sie bietet nicht immer und für alle Fälle die beste Option. Grundsätzlich gilt, dass es keine guten oder schlechten Therapiekonzepte gibt, sondern nur passende oder nicht passende. Die Frage ist, welches Ziel soll erreicht werden. Ein Uhrmacher kann mit einem 13er Ringschlüssel nichts anfangen. Er braucht Lupe, Pinzette und Schraubendreher der kleinsten Ausführung. Ein Klempner hingegen kann mit diesen Werkzeugen nichts anfangen. Er braucht einen 13er Ringschlüssel, um Muttern an Rohren zu lösen . Analog zu diesem Bild liefert die Schulmedizin einen guten Ansatz, wenn ein akutes Problem oder ein Notfall vorliegt. Bei chronischen Störungen ist dieser Ansatz allerdings oft nicht befriedigend, da die Philosophie der Schulmedizin auf rein mechanistischen Modellen beruht. Das Leben und seine Ausdrucksformen beschränkt sich nämlich nicht nur auf Bereiche, die einer (instrumentellen) Messung zugänglich sind. Und dazu gehören die energetischen Bereiche, die in der Schulmedizin nicht zum Einsatz kommen. Auf dieser Ebene setzen die Verfahren an, die nicht auf chemisch definierten Wirkstoffen beruhen, sondern auf Informationen, die über einen Träger im Menschen oder Tier zur Anwendung gebracht werden. Dazu gehören insbesondere die Homöopathie, die Spagyrik und die Verfahren aus dem Bereich der Informationsmedizin. Es geht also gar nicht darum, ein Verfahren gegen ein anderes auszuspielen, sondern diese nebeneinander bestehen zu lassen und sich mitunter mehrerer Methoden parallel zu bedienen, um mit seinem Anliegen zum Ziel zu kommen.

Es gibt kein Verfahren, dass alles gleichzeitig und alles gleichgut abbildet. Die Frage ist, passen sie oder passen sie nicht, analog zu der Geschichte mit dem 13er Ringschlüssel.

Anstatt die verschiedenen Verfahren im Sinne des Patienten miteinander zu kombinieren, werden dogmatische und ideologische Hürden aufgebaut, die dazu dienen, die Deutungshoheit zu behalten. In diesem Zusammenhang wurde ein neues Kriterium eingeführt: Die Evidenz und die an dieser Vorstellung entwickelten Leitlinien. Wer das Wesen des Menschen in seiner Kohärenz erfasst stellt allerdings fest, dass der Mensch letzten Endes durch das, woran er glaubt am Leben erhalten wird und nicht von dem, was evident ist. Er erkrankt schließlich an der Evidenz und stirbt daran.